Jede Woche eine neue Aktion

Hervorgehoben

Wir stellen hier wöchentlich eine neue Aktion vor. Wenn Viele gleichzeitig handeln, potenziert sich die politische Wirkung zivilgesellschaftlicher Aktionen! Also machen sie mit!
Wenn Sie eine Aktion unternommen haben: Bitte schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen, machen Sie Verbesserungsvorschläge oder äußern Sie Ihre – zustimmende oder kritische – Meinung in einem Kommentar. Wir freuen uns auch über neue Aktionsideen.

Wenn eine Schließung droht: Jugendtreffs, Seniorenklubs, Schwimmbäder oder Büchereien besetzen (Aktion 49)

Anlass: Viele Kommunen bluten finanziell aus. Grund dafür sind wachsende Leistungspflichten, aber auch Bundes-und Ländergesetze, die die Einnahmemöglichkeiten der Kommunen verringern. Allein in Nordrhein-Westfalen stehen 136 Kommunen unter »Nothaushalt«. Sie reagieren mit Einsparungen bei öffentlichen Einrichtungen: Freiwillige
Leistungen bei Sport und Kultur werden gestrichen, Außenstellen der Verwaltung, Bäder, Büchereien, Museen geschlossen, Buslinien oder Theaterangebote ausgedünnt. Dagegen
regt sich zunehmend Widerstand. Der SPD-Politiker Rainer Häusler, bis 2013 Stadtkämmerer von Leverkusen, forderte gar einen »modernen Heimatkampf«. weiterlesen…

Sitzblockaden gegen Zwangsräumungen in der Nachbarschaft (Aktion 48)

Anlass: In vielen deutschen Großstädten steigen die Mieten rasant, gleichzeitig geraten immer mehr Menschen in Armut. Das Ergebnis: Zwangsräumungen von Mietwohnungen und Verdrängung einkommensschwacher Gruppen an die Peripherie. Zwangsräumungen kommen nicht über Nacht, sie kündigen sich schrittweise in juristischen Verfahren an, so dass Zeit zur Vorbereitung von Gegenmaßnahmen bleibt. Die letzte Gegenmaßnahme wäre eine Sitzblockade, die den Vollzug der Räumung durch einen Gerichtsvollzieher
und ein beauftragtes Unternehmen verhindert oder zumindest verzögert. So organisierten Mieterinitiativen und Nachbarn für die fünfköpfige Familie Gülbol in Berlin-Pankow im Herbst 2012 Sitzblockaden, mit denen zweimal verhindert wurde, dass der Gerichtsvollzieher zur Wohnung vordringen konnte. weiterlesen…

Guerilla Gardening gegen hässliche öffentliche Räume! (Aktion 47)

Anlass: Alle öffentlichen Räume, die unansehnlich und ungepflegt sind: zubetonierte oder totalasphaltierte Plätze, vergammelte Winkel, ungepflegte Rabatten, lieblos gestalte Vorgärten vor öffentlichen Gebäuden. So wie zerbrochene Fenster signalisieren »Hier bleibt Vandalismus ungestraft« und zu weiteren Zerstörungen einladen, so signalisieren verunstaltete öffentliche Räume: »Hier haben sich Menschen daran gewöhnt, dass das Gemeinwesen verkommt.« Die Hässlichkeit der Städte ist ein Zeichen für politische Resignation, schlimmer noch, sie fördert sie vielleicht sogar! weiterlesen…

Luxussanierungen? Nein danke! (Aktion 45)

Anlass: Wenn Ihr Hausbesitzer Modernisierungsmaßnahmen ankündigt, kann das viele Unannehmlichkeiten zur Folge haben: Lärm, Schmutz oder Strom-, Heizungs- und Wasserausfälle während des Umbaus. Vor allem aber spätere Mieterhöhungen. Zweifellos gibt es Modernisierungen, die auch für Sie als Mieter von Vorteil sind und die Unannehmlichkeiten aufwiegen. Oft dienen Modernisierungen aber nur einem Zweck: den Wohnungsstandard so anzuheben, dass sehr hohe Mieten erzielbar sind. Bis zu elf Prozent der Modernisierungskosten dürfen Ihnen zeitlich verteilt auf die Miete aufgeschlagen werden. Das kann für Sie und andere Mieter bedeuten, dass Sie über kurz oder lang ausziehen müssen. weiterlesen…

Vorbildliche Geschäfte mit einem Carrotmob belohnen! (Aktion 43)

Anlass: Wie bringt man Einzelhandelsgeschäfte dazu, Gutes zu tun? Beispielsweise Waren verantwortungsloser Firmen aus dem Sortiment zu nehmen? Oder sein Geschäftskonto bei der Deutschen Bank zu kündigen und zu einer ethischen Bank zu wechseln? Man vereinbart mit einem Geschäft entsprechende Taten und belohnt es dann mit einem »Carrotmob«. Dazu lädt man über seine Netzwerke möglichst viele Menschen ein, in diesem Geschäft zu einem bestimmten Zeitpunkt einzukaufen und es so zu belohnen. Dem Geschäft wird gewissermaßen eine Karotte vor die Nase gehalten, damit es in die gewünschte Richtung geht. weiterlesen…

Kleinaktie kaufen und auf Hauptversammlungen gehen (Aktion 42)

Anlass: Gemeinwohlschädigendes Wirtschaften von Aktiengesellschaften aller Art. Die Deutsche Bank bietet immer wieder Anlässe: Sie spekuliert mit Nahrungsmitteln, ist in Korruptionsskandale verwickelt und so weiter und so fort. Auch Unternehmen der Finanzbranche, der Rüstungsindustrie, der Energiewirtschaft oder des Textileinzelhandels weisen ein stattliches Sündenregister auf. Aktuelle Einzelheiten sind beispielsweise nachzulesen unter www.kritischeaktionaere.de (Startseite und unter Konzernstudien), im Schwarzbuch Markenfirmen (Klaus Werner, Hans Weiss) und den anderen im Anhang angegebenen Informationsquellen. Als Aktionär und damit als Miteigentümer könnten Sie auf der jährlichen Hauptversammlung Einfluss in Richtung einer akzeptableren Geschäftsführung nehmen! weiterlesen…

Mahnwachen und Ein-Mann-/ Ein-Frau-Demos (Aktion 39)

Anlass: Manche Missstände sind so spezieller Natur oder noch so unbekannt, dass man keine Demonstration, keinen Protestaufruf findet, dem man sich anschließen könnte.
Beispielsweise wenn in Ihrer Straße ein Haus verkommt und matratzenweise an Einwanderer vermietet wird; oder wenn Ihre örtliche Postfiliale geschlossen werden soll. Dann wäre eine eigene Ein-Mann-/Ein-Frau-Demonstration angebracht: weiterlesen…

Mit Denkmälern und Ortstafeln zum Nachdenken anregen (Aktion 37)

Anlass: Denkmäler oder Straßennamen sollen die kollektive Erinnerung bewahren und Menschen, die vorbeikommen, zum Nachdenken animieren. Gerade wegen ihrer alltäglichen Präsenz können sie politisch subtil beeinflussen, ja ideologisieren. Man denke etwa an die unkritische Glorifizierung von Heldentum durch Kriegerdenkmäler. Ein Beispiel für das Nachdenken, das listig veränderte Denkmäler anstoßen können, bot der – inzwischen leider entfernte Graffito »Tut uns leid, war nur so eine Idee« auf dem Marx-Engels-Monument in Berlin. weiterlesen…

Lassen Sie sich auf der Bank ausführlich über eine fiktive Erbschaft beraten (Aktion 34)

Anlass: Banken hatten in der Finanzkrise den »As + Ds« (im Jargon der Banker die »Alten und Doofen«) Schrottpapiere aufgeschwatzt, als deren Wertverfall bereits bankintern bekannt war. Eine der Ursachen verbreiteter kundenschädigender Bankberatungen ist bekannt: das Provisionssystem. weiterlesen…