Treten Sie NGOs wie Attac oder Greenpeace bei oder spenden Sie an sie (Aktion 7)

Anlass: Kein besonderer. Für kritische Bürgerinnen und Bürger sollte es selbstverständlich sein, wenigstens in einer NGO wie Attac, Amnesty International, LobbyControl, Foodwatch, Bund Naturschutz, Verbraucherschutzverbände, Greenpeace, Robinwood und anderen (siehe Anhang 1) Mitglied zu sein oder sie zumindest fi nanziell zu fördern. Denken Sie auch an die Gewerkschaften, die man als eine Art NGO für Arbeitnehmerinteressen betrachten kann. Mit einer Mitgliedschaft gehen Sie nicht unbedingt die Pfl icht zur aktiven Mitarbeit ein. Wenn Ihnen auch eine passive Mitgliedschaft zu viel sein sollte: Mit einer Spende unterstützen Sie die Arbeit von NGOs ebenfalls.

Aktion: Von der Couch aus durchführbar! Gehen Sie auf die Webseite der Organisation, dort fi nden Sie unter Suchwörtern wie »Mitgliedschaft« und »Spenden« alles Weitere.
Einige Organisationen wie zum Beispiel LobbyControl sehen lediglich eine Fördermitgliedschaft vor, Greenpeace nicht einmal das (dort können Sie normalerweise nur spenden oder sich an Aktionen beteiligen). Je nach NGO werden Sie Mitglied einer lokalen oder einer bundesweiten Organisation.

Wirkung: Schon durch die bloße Mitgliedschaft stärken Sie den Kampf der NGOs gegen wirtschaftliche, politische oder soziale Missstände! Je mehr Mitglieder und Mittel NGOs haben, desto besser können sie politisch Einfl uss nehmen. Mit Ihrer Mitgliedschaft tragen Sie dazu bei, dass auch die Umwelt, die Menschenrechte und die soziale Gerechtigkeit
eine Lobby hat, nicht nur die Finanzmärkte, Branchen oder Berufsgruppen! Besonders wertvoll wäre Ihre Mitgliedschaft, wenn Sie prominent sind und der NGO für Statements, Veranstaltungen und so weiter zur Verfügung stehen. Eine Vollmitgliedschaft bietet den Vorteil, auf die internen Entscheidungsprozesse der Organisation Einfluss nehmen zu können, bei Vereinen beispielsweise auf den Jahresmitgliederversammlungen. Basisorientierte Organisationen wie Attac besitzen weitere und permanente
Mitbestimmungsmöglichkeiten.

Aufwand: Gering. Der Beitritt kommt in der Regel am PC zustande. Die Mitgliedsbeiträge variieren stark von NGO zu NGO. Bei Attac München beispielsweise beträgt er 20 Euro
pro Monat (mit Reduktionsmöglichkeiten), beim BUND 48 Euro pro Jahr. Nach dem Beitritt müssen Sie regelmäßige Nachrichten im Mail-Eingang oder im Briefkasten verarbeiten, was aufwendig werden kann. Sie werden häufi g zur Teilnahme an Aktionen bei aktuellen Anlässen aufgefordert, eine Pflicht dazu besteht mit einer Mitgliedschaft nicht. Entschließt man sich zu aktiveren Formen der Mitgliedschaft, ist viel Zeit aufzubringen für Sitzungen, Diskussionen, Vorbereitung von Aktionen und so weiter.

Risiken: Gering. Als Angestellter der Deutschen Bank sollten Sie Ihre Mitgliedschaft bei Attac vielleicht lieber nicht an die große Glocke hängen. Die Organisationen sichern Ihnen
eine vertrauliche Behandlung Ihrer persönlichen Daten zu. Vielleicht bekommen Ihre Nachbarn im Falle eines überquellenden Briefkastens mit, wo Sie sich engagieren.

Spaßfaktor: Schon die bloße Spende, mehr noch die Mitgliedschaft befriedigen das Gewissen und erhöhen auch die eigene Glaubwürdigkeit nach außen. Aktive Mitarbeit in
NGOs ist abwechslungsreich und kann viel Spaß bereiten – aber auch mit Frust verbunden sein, wenn unterschiedliche Meinungen zu langen Diskussionen führen.